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Kapitalanlage · Vergleichswerkzeug

Immobilie vs. ETF

Ab welcher Miet- und Eigenkapitalrendite schlägt eine finanzierte Immobilie eine ETF-Anlage desselben Eigenkapitals? Inklusive Kredithebel.

BLATT 05/06
MASSSTAB —
STAND 

Eingaben

Objekt & Miete
€
€
Finanzierung
%
%
Kosten
%
%
%
Vergleich & Zeitraum
%
%
J.
Ergebnisse
Export ▾
—
—
Eingesetztes Eigenkapital — Wertentwicklung über die Haltedauer —
Immobilie (Eigenkapital, mit Hebel) ETF (gleiches Eigenkapital)
Bruttomietrendite —
Nettomietrendite —
EK-Rendite (m. Hebel) — vs. ETF-Vergleich
Nötige Nettomietrendite — für Gleichstand mit ETF
Verschuldungsgrad (FK/EK) —
Gesamtinvestition —
Kapitaleinsatz
Kaufpreis—
Kaufnebenkosten—
Eigenkapital—
Fremdkapital—
Bewirtschaftung p.a.
Instandhaltung & Verwaltung—
Mietausfallwagnis—
Summe—
Hintergrund: Formeln, Richtwerte & Quellen ▾

Die Formeln

Die beiden Basiskennzahlen jeder Renditeimmobilie:

Bruttomietrendite = Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis
Nettomietrendite = (Jahreskaltmiete − Bewirtschaftungskosten) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten)

Richtwerte, an denen man sich orientieren kann

  • Bruttomietrendite: Alles unter ca. 4 % (Kaufpreisfaktor über 25) ist bei einer reinen Renditeimmobilie meist schwer zu rechtfertigen. In Großstädten wie München oder Hamburg liegt sie oft nur bei 2,5–3,5 % — dort kauft man faktisch auf Wertsteigerung, nicht auf Cashflow.
  • Nettomietrendite: Nach Abzug von Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Mietausfallwagnis und Kaufnebenkosten sollte man auf 3–4 %+ kommen, um konkurrenzfähig zu sein.

Der eigentliche Vergleichspunkt: EK-Rendite statt Rendite gegen Rendite

Eine Immobilie muss die Rendite eines ETFs (langfristig historisch ca. 7–8 % nominal, siehe Quellen) nicht eins zu eins schlagen — wegen des Kredithebels. Solange die Gesamtkapitalrendite der Immobilie (Nettomietrendite + Wertsteigerung) über dem Kreditzins liegt, hebt die Fremdfinanzierung die Eigenkapitalrendite an:

EK-Rendite = Gesamtkapitalrendite + (Gesamtkapitalrendite − Fremdkapitalzins) × Verschuldungsgrad (FK/EK)

Der Hebel wirkt allerdings in beide Richtungen: Steigen die Zinsen oder bleiben Miete und Wertsteigerung aus, verstärkt derselbe Mechanismus die Verluste.

Was in der reinen Renditezahl nicht steckt

  • Steuervorteile (Abschreibung/AfA, ggf. Denkmal-AfA) — kann die Rechnung deutlich verbessern, ist hier nicht eingerechnet.
  • Klumpenrisiko & Illiquidität — ein ETF ist breit gestreut und jederzeit verkaufbar, eine einzelne Immobilie nicht.
  • Zeitaufwand als Vermieter, Leerstandsrisiko, unerwartete Reparaturen.
  • Zwangssparen über die Tilgung — psychologisch oft leichter durchzuhalten als ein ETF-Sparplan.

Dieser Rechner rechnet vereinfacht mit konstanter Restschuld ohne Tilgung und ohne Steuern — er dient der Illustration des Hebeleffekts, nicht der exakten Cashflow-Planung.

Quellen zum Nachlesen

Dieser Rechner dient der überschlägigen eigenen Analyse und ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung.